As-salamu alaikum und herzlich willkommen auf der Internetpräsenz
des Liberal-Islamischen Bundes e.V.


Aktuelle Meldung

Mitgliederversammlung

Am 19. April 2015 findet die Mitgliederversammlung des LIB e.V. in Köln statt.

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Regularien
3. Vorstandswahlen
a) Wahl des/der 1. Vorsitzenden
b) Wahl des/der 2. Vorsitzenden
c) Wahl der Schatzmeisterin/des Schatzmeisters
4. Berichte
5. Inhaltliches
6. Sonstiges

Weitere Informationen unter info@lib-ev.de.




Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum pauschalen Kopftuchverbot bei Lehrkräften

Pressemitteilung

14. März 2015

Der Liberal-Islamische Bund e.V. begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum sog. Kopftuchurteil aus dem Jahre 2003, dass ein pauschales Kopftuchverbot nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar sei. Diese Grundsatzentscheidung wurde am gestrigen 13.3.2015 veröffentlicht. Diese Korrektur des eigenen vorherigen Urteils zu religiösen Symbolen im öffentlichen Dienst ist richtungsweisend und hat starke Signalkraft in die Gesellschaft hinein.

Allerdings ist das Urteil in seiner Gänze dehnbar - es besagt z.B., dass das Verbot 'verfassungskonform einzuschränken' sei und sieht es als 'konkrete Gefahr' an, wenn Eltern einer Schule gegen erkennbar muslimische Lehrerinnen Proteste organisieren. Damit sei dann der Schulfrieden gefährdet. Diese Einschränkung ist nur bedingt hinnehmbar, da dafür objektiv nachvollziehbare Gründe bekannt gemacht werden müssen und diese gleichzeitig keine religiöse Diskriminierung darstellen dürfen. Die Praxis wird zeigen, ob es vermeidbar ist, hier der Willkür Tür und Tor zu öffnen.

Erfreulich ist allerdings die Gleichsetzung aller religiösen Symbole - galt ein Verbot z.B. bislang nicht für christliche und abendländische Bildungs-und Kulturwerte oder Traditionen ist diese Pivilegierung nun aufgehoben.

Die Korrektur stellt dennoch einen Schritt in die richtige Richtung dar, wenn es um das friedliche Zusammenleben unserer bundesdeutschen Bevölkerung geht. Es verwundert niemanden, dass das vorherige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot in den Hochzeiten der Islamfeindlichkeit gefällt worden ist. Vor dem Hintergrund der wachsenden Islamfeindlichkeit und des an Bedeutung zunehmenden gewaltbereiten Islamismus ist die heutige Rechtsprechung um so bedeutender, da hiermit alle Religionen in unserem demokratischen Rechtsstaat gleich behandelt werden sollen.

Das Urteil selbst birgt sicher weiterhin genügend Diskussionsstoff und es ist davon auszugehen, dass die Thematik noch lange nicht beendet ist.

Der Vorstand




Unser neuestes Projekt:

Extrem out - gemeinsam gegen Salafismus

5. September 2014

Am 02.09.2014 wurde mit einer Auftaktveranstaltung der offizielle Startschuss für das im Herbst 2014 in Dinslaken stattfindende Projekt „extrem out“ gegeben. Die islamische Religionspädagogin, Lamya Kaddor, und der Sozialarbeiter, Ali Kaya, stellten das Projekt „extrem out“ der interessierten Öffentlichkeit vor.

Der Stellvertretende Bürgermeister der Stadt Dinslaken, Eyyüp Yildiz, hob die Notwendigkeit eines nachhaltigen Projektes gegen Extremismus, speziell gegen die salafistische Szene in Dinslaken, hervor: „Wir unterstützen und freuen uns, dass man sich hier der salafistischen Herausforderung stellen will. Das Problem ist, dass sich einige wenige junge Menschen von der deutschen Gesellschaft entfremden. Sie suchen nach Identifikation auch außerhalb der Familie und dem Freundeskreis, die aber scheitert. Mithilfe des Projektes „extrem-out“ kann einer möglichen Entfremdung und Abdriften ins Extreme entgegen gegangen werden.“

Das Ziel des Projektes, so Lamya Kaddor, ist, den Salafismus als politische Ideologie kritischer zu betrachten und die Jugendlichen auf eine heterogene, moderne Gesellschaft vorzubereiten. Dabei liegt die besondere Herausforderung darin, sich als männliche Jugendliche mit zwei muslimischen Theologinnen im Gespräch über wichtige religiöse und gesellschaftsrelevante Themen auseinanderzusetzen.

Extrem out

Ein Medienbericht hierzu finden Sie hier.




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